Aktuell
Am 10. April 2007 wurde das Waisenhaus mit acht Mädchen in Kendu Bay am Lake Victoria eröffnet. Mittlerweile sind nun drei Jahre vergangen. Eine Zeit, die von vielen guten Erfahrungen jedoch auch unschönen Erlebnissen geprägt war. Als äußerst kritisch und bedrohlich für die Arbeit von Kifafa gestaltete sich die Zeit während und nach den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007. Es kam zu brutalen Unruhen und Vertreibungen in Kenia. Bis heute zeigen sich Aus- und Nachwirkungen der Unruhen für unsere Arbeit für die Menschen in Kenia. Es herrscht nach wie vor eine gespannte Ruhe.Die Preise für Lebensmittel haben sich vervierfacht. Die Korruption in Kenia blüht erneut auf und zeigt ungenierter ihr Gesicht. Hinzu kommen die zunehmenden Dürrezeiten durch das Ausbleiben von Regenzeiten.
Während sich Kifafa verstärkt mit ihren Hilfsangeboten aus den verschiedenen Städten in Kenia zurück zieht und auch insgesamt weniger Patenkinder und deren Familien unterstützen wird und kann, gestaltet sich das Waisenhaus in Kendu Bay am Lake Victoria immer mehr zum Zentrum unseres Hilfsengagements. Kifafa wird jedoch nach wie vor all jene Patenkinder und ihre Familien in den Slums von Nairobi, Mumias und den anderen Orten in Kenia unterstützen, bis diese eine mögliche Perspektive für sich gefunden und erhalten haben. Doch weitere epilepsiekranke Kinder und deren Familien können dort leider nicht mehr in unserer Hilfsangebot aufgenommen werden.
Um jedoch die notwendige Versorgung mit Antiepileptika zu gewährleisten, werden wir nach wie vor mit den verschiedenen Epilepsieambulanzen in den Slums von Nairobi sowie den anderen Arztprojekten zusammen arbeiten. Die epilepsiekranken Menschen werden auch weiterhin die notwendigen Antiepileptika dort kostenlos erhalten.
Die Registrierung unserer Partnerorganisation Kifafa care and support child project (s. Bild unten) in Kenia ermöglicht dieser nun das Sammeln von Spendengeldern für das Waisenhaus. Allerdings könnte dies durch die nach wie vor angespannte und politisch zerbrechliche Situation erschwert werden. Doris Wieghorst, unsere Erste Vorsitzende, reist dieses Jahr zum 15 mal durch Kenia. Mittlerweile wird sie jedes Jahr regelmässig von "Praktikanten/-innen" begleitet, die den Menschen in Kenia auf eine sehr intensive Art begegnen und unsere Arbeit vor Ort kennenlernen wollen. Unserer Gästehaus auf dem Waisenhausgelände bietet dafür eine gute Voraussetzung.

Im Vorstand von Kifafa gab es erneut eine Veränderung. Karin Jockers schied als Kassiererin nach einer langen Zeit intensiver und wertvoller Hilfe aus dem Amt aus. Für ihre Arbeit möchten wir uns auch hier noch einmal herzlich bedanken. Herr Darou übernahm dankenswerterweise diese wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe.
Wir hoffen als Verein Kifafa, dass sich die Situation in Kenia wieder soweit stabilisieren möge, damit wir auch weiterhin ungefährdet unsere und damit Ihre Hilfe für die bedürftigen Menschen leisten können.
Wir bedanken uns bei allen, die sich für die Arbeit von Kifafa engagieren und so dazu beitragen, dass sich die Lebensbedingungen und Lebensumstände von epilepsiekranken Kindern und ihren Familien in Kenia verbessern können.
Der Kifafa-Vorstand:
1. Vorsitzende: Doris Wieghorst

2. Vorsitzender: Joachim Eiberle

Kassenwart: Jean-Pierre Darou

1. Beisitzer: Ingrid Hillemanns

2. Beisitzer: Bruno Riebs
