3. Reisebericht aus Nairobi

Liebe Freunde in Deutschland!

Mein zweiter Bericht ist drin und ich war ganz ueberrascht. Als ich ihn schrieb und sandte, kam er lange Zeit nicht und ich dachte, er waere verloren gegangen!

Wir haben gerade unser erstes Treffen mit dem Vorstand von "Kifafa - care and support child project gehabt. Am 20. Febr. wird der Arzt Dr. Tiberry uns alle ueber Epilepsie aufklaeren. Wir im Vorstand muessen natuerlich in der Lage sein, Menschen in Kenia ueber Epilespie aufzuklaeren.

Nach unserer Fahrt in das Industriegebiet folgte am naechsten Tag morgens wie immer die erwachsen geworden Kinder von ausserhalb und am Nachmittag die Epilepsieambulanz in Karen. Wie immer Gespraeche ueber das vergangene Jahr, Probleme werden diskutiert. Auf der Rueckfahrt besuchte ich Kimberley und vor allem ihre vielen Hunde, die mich natuerlich auch kennen. Allein fuenf Rottweiler! Von dort stammt auch meine Benga, die ich morgen abends sehen werde.

Dazwischen wie ueblich das Auto in der Werkstatt. Den kleinen Motor, mit Hilfe dessen man die rechte Fensterscheibe hochdrehen kann, gibt es nicht mehr! D.h. die Scheibe wurde mit Draht fixiert und ich kann das Fenster nicht oeffnen! Gut, dann bekomme ich wenigstens nicht mehr eine eitrige Entzuendung von Zaehnen, Kiefer und Augen - wie im letzten Jahr. Die Fahrt wird mit dem vielen Gepaeck wieder sehr abenteuerlich, Lena und Petra freuen sich schon.

Am Donnerstag fuhren wir nach Riruta, wo schon etliche Kinder warteten. Es war innen so voll, dass wir draussen sassen und alles Noetige besprachen. Das Geld zaehlte ich unterm Tisch auf meinem Schoss, sodass niemand es sehen konnte.

Gestern die Fahrt in den Mathare Slum, fuer Lena etwas Neues. Die Juja road wurde restauriert, aber Abfaelle ueberall. Unsagbar, die vielen Menschen. Benjamin, ein ehemaliger Strassenjunge, nun ein Businessmann begleitete uns und uebersetzte vom Suaheli ins Englische. Auf der Fahrt zurueck hielten wir im Zentrum, um eine Tasse kenianischen Tee zu trinken. Lena und ich hatten unsere Kifafa-T"Shirts an. Ploetzlich wurden wir  in Deutsch von einer Kenianerin angesprochen. Sie bat uns, an ihren Tisch zu kommen. Dort trafen wir ihren deutschen Ehemann und den Sohn, der epileptische Anfaelle hat und Autist ist. Wir tauschten sehr angeregt unsere Erfahrungen aus und genossen das Gespraech.

Heute morgen kamen zwei Familien aus Kinamba - ein sehr weiter Weg, den ich frueher jedes Jahr gefahren bin. Mary, Gladys sind inzwischen auf der Highschool und der epilepsiekranke Bruder, geistig behindert, kann nicht sprechen. Er hat sich so gefreut, mich zu sehen und umarmte mich. Das war so ruehrend zu sehen.

So, meine Lieben, drueckt uns die Daumen, dass wir ohne Panne in Kendu Bay ankommen - das ist alles, was ich mir wuensche.

Herzliche Gruesse, es regnet immer noch stark, eigentlich sollte die Sonne scheinen.

Eure Doris Wieghorst

 

 

Kommentare  

 
#4 Maria Bosch 2010-01-18 14:57
Liebe Doris
bin froh und erleichtert, dass du gut angekommen bist. Hast du meine Briefe für die Patenkinder erhalten, bevor du weg geflogen bist? Ich wünsche euch viel Erfolg . Bleib gesund.
Viele liebe Grüße aus Fürth.
Maria
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#3 Alkemeier 2010-01-17 18:58
Hallo liebe Doris, liebe Lena, liebe Petra,
wir wünschen euch viel Erfolg bei Euern Aktivitäten. Bleibt gesund!! Viele Grüße aus Münster von Irmgard und Pit
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#2 Marliese B. Ioannidi 2010-01-16 12:54
Liebe Doris,
es tut gut deine Bereichte zu lesen und zu wissen, dass ihr gut angekommen seid. Wir drücken dir die Daumen, damit alles zu deiner Zufriendenheit läuft.
Gute und sichere Fahrt nach Kendu Bay. Wir drücken dich ganz fest und sind in Gedanken bei dir.
Und natürlich warten wir mit Spannung auf deine Berichte. Hier taut es seit gestern, der Schnee wird weniger :-)
Sonnige Grüße
Marliese und Kids
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#1 Kristine Käshammer 2010-01-10 09:25
Hallo liebe Doris

Natürlich verfolge ich ganz gespannt deine Berichte. Ich hoffe bis jetzt läuft alles zu deiner Zufriedenheit. Grüß Lena und Petra von mir und sag allen auf dem Grundstück liebe Grüße.
Ich denk an euch und sende dir aus dem Schneebedeckten kalten Deutschland ganz viel Kraft.

Liebe Grüße aus Kehl
Kristine
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